Schon immer hat der Mensch, vom Meeresgrund
Nahrung oder Wertvolles geborgen, um so seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
War bis dahin das Tauchen mit angehaltenem Atem nahezu die einzige Möglichkeit
in der Tiefe zu ernten, machte die Entwicklung moderner Tauchausrüstung
die Unterwasserwelt für viele leichter zugänglich. Die sich daraus
entwickelnde Unterwasserjagt mit Harpune ( welche immer mehr in Frage gestellt
wird ) wurde durch den Kultfilm " the big blue " und dem sportlichen
Freitauchen leider noch nicht abgelöst.
Die im Film gezeigten Leistungen der beiden Freitauchlegenden Jacques Mayol
und Enzo Maiorca hielten sicher viele für frei erfunden, konnten die beiden
Apnoe - Taucher doch minutenlang den Atem anhalten und dabei schwindelerregende
Tiefen erreichen. Aber diese Taucher gibt es wirklich und die im Film dargestellten
Rekorde wurden nur wenige Jahre später von anderen Freitauchern weit übertroffen.
Die Fähigkeit über mehrere Minuten den Atem anhalten zu können,
kann erlernt werden und ist nicht nur einer kleinen Gruppe von besonderen Menschen
vorbehalten. Gut trainierte Freitaucher haben die unbewusste Angst vor dem Wasser,
die jeder Mensch in sich trägt, abgelegt. Sobald sie abtauchen, beginnt
die Pulsfrequenz und somit auch der Sauerstoffverbrauch zu sinken. Absolute
Entspannung ist der Erfolg für die scheinbar übermenschlichen Leistungen.
Doch die Jagd nach Rekorden ist nur ein kleiner Teil der Faszination Apnoe.
Einfach dazugehören, schwerelos mit den Fischen in einer Unterwasserwelt
voller Leben und Farben zu schweben. Auch wenn es Anfang´s nur für
30 sec. ist, wird man erleben wie mit zunehmender Übung der quälende
Hunger nach Luft langsam verschwindet. Plötzlich ist man fähig 1 -
2 Minuten die Luft anzuhalten und auf 15 - 20 Meter zu tauchen.
Es kann wie eine Droge werden - das Freitauchen.
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